Citytrips: 5 Geheimtipps für Städtetrips in Europa

Städtetrips in Europa

Städtetrip in Europa: Die Qual der Wahl

London, Paris, Lissabon, Prag, Berlin oder Rom – aufregende Hauptstädte, die jedes Jahr Millionen von neugierigen Touristen anziehen. Wer einen Städtetrip in Europa plant, hat unendliche viele Möglichkeiten und die Qual der Wahl. Wer den Trubel von touristischen Hochburgen meiden möchte, findet hier meine persönlichen Citytrip-Highlights der letzten Jahre.

Top-Favoriten für Citytrips in Europa

  1. Marseille (Frankreich)
  2. Zürich (Schweiz)
  3. Cagliari (Italien)
  4. Valetta (Malta)
  5. Valencia (Spanien)

Hier die wichtigsten Aspekte, warum diese 5 Städte meine persönlichen Citytrips Favoriten sind.

Unterschätztes Marseille

  • Marseille hat einen beeindruckenden Hafen. Unglaublich schön.
  • Von Marseille kann man hervorragend aufs Land rausfahren und die wunderbar duftende Lavendelfelder erleben. Für den Ausflug benötigt man einen Mietwagen – mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird es sehr kompliziert. Die Lavendelblüte kann man am besten zwischen Anfang/Mitte Juni bis Anfang/Mitte August betrachten. 
  • Man kann hervorragend shoppen und fühlt sich in allen Klamotten das ganze Jahr lang wie eine stylisch-schöne Französin. 🙂
  • Die Stadt ist lebendig, bunt und vielfältig. Es gibt wahnsinnig viel zu sehen und zu bestaunen. Jeder Winkel der Stadt ist ein Genuss.

Glitzerndes Zürich

  • Zürich ist faszinierend, weil die Stadt einfach schön ist. Der See, der Blick auf die Alpen, die kleinen Gässchen, die pompöse Bahnhofstraße. Einfach traumhaft.
  • Zürich ist lebendig und im Sommer ist ein Besuch im Badi Pflicht. Ein Badi ist ein typischer Begriff für ein Strandbad, das weder ein standardisiertes Freibad noch ein Schwimmbad ist, was man sonst so kennt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, im See zu baden oder in die Limmat (Fluss durch Zürich) zu hüpfen, z.B. beim Flussbad Oberer Letten, das nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt ist.
  • Viele Restaurants und Bars sind edel und glanzvoll eingerichtet. Sie laden zum Verweilen ein, egal, zu welcher Uhrzeit. Die Seele baumeln lassen und das bunte Treiben genießen. That’s it.
  • Shoppen kann man in Zürich auch gut, allerdings kann das schnell sehr kostspielig werden. Was aber noch viel teuer ist zu schnell zu fahren: Jeder Stundenkilometer über dem Tempo-Limit koste viel Geld. Also, Fuß vom Gas und Passanten immer schön über die Straße gehen lassen. Die tauchen nämlich gerne völlig von überall auf – und haben in der Schweiz Vorrang. 

Romantik in Cagliari

  • Cagliari ist die Hauptstadt von Sardinien und liegt im Süden der Insel. Es gibt einen eigenen kleinen Flughafen. Die Stadt erinnert ein bisschen an Palme in Mallorca, ist aber bei weitem nicht so touristisch. Enge Gassen laden zum architektonischen Sightseeing zu Fuß, z.B. zur Kathedrale von Cagliari aus dem 13. Jahrhundert, zum gemütlichen Bummeln ein. Hier vergisst man die Zeit.
  • Es gibt unzählige kleine, individuelle Bars, Kneipen und Restaurants. Jede sieht anders aus und dennoch haben sie alles etwas gemeinsam: leckeres, typisch italienisch Essen. Genial.
  • Cagliari hat einen ganz eigenen Charme. Die Stadt ist ursprünglich italienisch und man hat das Gefühl, dass das Leben hier noch genauso abläuft wie vor einigen Jahrzehnten.
    Ohne italienische Sprachkenntnisse ist es ein bisschen schwer sich zu verständigen – aber mit Händen und Füßen zu reden, geht auch. Man versteht sich. Irgendwie. Das geht schon.
  • Cagliari bietet sich als Ausgangspunkt für einen atemberaubenden Urlaub in Sardinen an der Südostküste an, an der das glasklare Wasser türkisfarben glitzert und zum Baden einlädt. Perfekt für einen Segeltörn geeignet!
  • Wer klassische Konzerte oder Jazz mag, ist in Cagliari genau richtig. Cagliari ist quasi eine musikalische Hauptstadt, vielleicht nicht die größte im Mittelmeerraum, aber sicherlich eine der charmantesten. Im Sommer gibt es kann man entweder Konzerte in der Arena Fiera bestaunen oder Auftritte an öffentlichen Plätzen.

Ursprüngliches Valetta

  • Valletta ist 2018 zur Kulturhauptstadt gekürt worden. Zu recht. In der Stadt vereinen sich verschiedene Kulturen und hat geschichtlich einiges zu erzählen.
  • Valetta besticht durch ihren Charme, weil die Stadt so klein ist. Viele öffentliche Gärten, kleine Cafés und historische Plätze laden zum Verweilen ein, von denen man einen grandiosen Blick auf den Hafen hat. Es ist ein paar Tage her, dass ich dort war – heute tummeln sich wohl zunehmend mehr Touristen in der Stadt, so dass alles immer teurer wird. Anwohner machen sich Sorgen, dass das einzigartige Flair mit der Zeit verloren geht.

Aufstrebendes Valencia

  • Valencia ist eine Stadt, die aus meiner Sicht viel Potenzial hat, sich in den nächsten Jahren prächtig zu entwickeln. Als ich 2018 da war, wirkte es dort auf mich wie ich mir vorstelle, dass Mallorca in den 50er Jahren ausgesehen haben könnte (wie das wirklich war, weiß ich aber nicht).
  • Vielerorts sieht man noch sehr ursprüngliche, traditionelle und sehr einfache Lebensweise. Auf der anderen Seite habe ich in Valencia in einem Einkaufshaus die vermutlich längste Fleisch-, Wurst- und Käsetheke der Welt gesehen. Da hingen ganze Schinken-Keulen für über 350 Euro das Stück – gleich in der Abteilung neben Handtaschen und anderen Damen-Accessoires. Schräg. Diese Vielfalt zu erleben, fand ich wirklich spannend.
  • Der Strand ist groß, weitläufig – wie eigentlich alles in Valencia. Mir hat die Stadt deshalb so gut gefallen, weil sie eben nicht  überlagert war von ausländischen Touristen und es auch nur sehr wenige Souvenir-Shops am Strand gab. Manche Läden an der Promenade waren leerstehend. Sogar in beste Lage waren Grundstücke noch unbebaut. Ich glaube, das wird nicht ewig so bleiben…
  • An der Ampel gibt es nicht nur grüne und rote Ampelmännchen, sondern auch Ampelmädchen, die einen Rock tragen!
  • Das ehemals schmalste Haus der Welt steht in Valencia: 1,07 Meter Breite. Unfassbar! Das muss man mal gesehen haben. Das ist echt schräg.
  • Offensichtlich gibt es aber mittlerweile ein Haus in Amsterdam, das weniger als 1 Meter breit ist. Öhm… wir erinnern uns… normale Zimmertüren sind normalerweise 80-90 cm breit…

Fairerweise möchte ich anmerken, dass ich noch viele großartige Städte in Europa nicht gesehen habe, die noch auf meiner Bucket Liste stehen. Dazu gehören z.B. Kopenhagen, Helsinki, Stockholm, Sofia, Budapest, Bukarest und viele andere. Vielleicht werden das die nächsten Tipps für Citytrips im nächsten Frühjahr?!
In manchen faszinierenden Städten Europas war ich natürlich auch schon, die ich aber vielleicht ein anderes Mal näher unter die Lupe nehme. Es gibt nämlich wirklich zu viel zu erleben in Europa!

Wenn Du Dich wunderst, dass ich hier keine spezifischen Tipps zu Restaurants, Bars, Museen oder ähnlichem gebe, ist das so gewollt. Einmal denke ich, es gibt genüg andere Artikel mit diesen Informationen im Netz gibt und außerdem führt jeder Reiseführer genau diese Dinge auf. Muss ich es also auch noch tun? Ich denke nicht.

Mir ist es wichtig, Menschen wie Dich zu inspirieren, einfach nur zu tun, was Du tun möchtest. Zu reisen, ohne alles vorher perfekt durchzuplanen. Sich treiben lassen, gucken, was passiert, das Leben nehmen, wie es kommt, entschleunigen und das genießen, was passiert. Einfach den Tag oder einen Städtetrips in Europa erleben, ohne eine fette Agenda und Stress, von hier nach da laufen zu müssen. Es ist Urlaub. Freizeit. Eine Auszeit nehmen. Raus aus dem Alltag. Der ist doch schon durchgetaktet genug, oder? Muss es auch ein Citytrip sein

Bitte denk unbedingt daran, dass jede Flugreise den Austoßs von sehr viel CO2 bedeutet => es gibt viele gute Anbieter, bei denen Du Deinen CO2-Fußabdruck ein bisschen korrigerien kannst, indem Du großzügig spendest und Bäume pflanzt bzw. den Regenwald schützt. Reisen ist super, aber fair ist nur, wenn wir auch einen Ausgleich dafür leisten, damit die Natur so schön erhalten bleibt, wie wir sie gerne im Urlaub erleben möchten. Das gilt auch für alle Citytrips.

 

 

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