Mutig sein

Mutig sein

Mutig sein – was bedeutet das?

Für jeden vermutlich etwas anderes. Jochen Schweizer hat es hervorragend erkannt, dass jeder von uns ein anderes Verständnis für ein aufregendes Erlebnis hat. Für den einen muss es der ultimative Fallschirmsprung sein, während ein anderer ein Dinner in the Dark spannend findet.

Obwohl ich klein und recht zierlich bin, bin ich schon einigen verrückten Ideen nachgegangen. Vorweg ist sicher meine abenteuerliche Reise als Backpacker nach Mittelamerika zu nennen. Meine Eltern waren damals von der Idee wenig begeistert gewesen: Ich wollte reisen, um etwas zu erleben – ich verfügte über keinerlei Spanischkenntnisse, geschweige denn Ortskenntnisse, ein Handy hatte ich nicht – damals gab es noch nicht einmal Handys – ja, so eine Welt gab es! Damit hatte ich auch kein GPS, kein Google Maps, kein What’s App und der Kontakt mit Familie und Freunden war auch nur alle paar Wochen über E-Mails in einem Internet-Café möglich. Ich hatte keinen festen Reiseplan im Gepäck, nur ein Hin- und Rückflugticket plus – wie sich im Laufe der Reise rausstellte – total unnötige Flüge zwischen den einzelnen Ländern wie Costa Rica, Honduras, El Salvador, Kuba, Bahamas und Puerto Rico, die ich für viel Geld umbuchte oder verfallen ließ. Als Backpacker unterwegs zu sein heißt vor allem, da zu bleiben, wo es einem gefällt – und nicht zu machen, was eine vorher ausgedachte Agenda vorgibt. Das Einzige, was wirklich wichtig war, war ein Lonely Planet in Englisch. Deutsche Ausgaben gab es damals nämlich auch noch nicht. Diese Zeit war wunderbar! Ein echtes Abenteuer.

Früher war ich viel mutiger als heute – oder kopfloser,
wie es vermutlich meine Mutter nennen würde.
Ich habe die Dinge einfach GEMACHT.
Nicht erst lange überlegt, wie ich sie tun könnte
oder ob überhaupt. 

Rucksack kaufen, Ticket buchen und los. Zum Tauchkurs anmelden, ins Wasser springen, fertig. Geld sparen, Motorradfahren lernen, perfekt. Tandem-Fallschirmflug buchen, springen, genial. Einfach erleben.
Ich habe mir damals nie Gedanken darüber gemacht, ob etwas klappt oder nicht. Ich war innerlich davon überzeugt, dass alles, was ich tue, hinhaut. Ich kannte es nicht, mir Sorgen zu machen oder abzuwägen, ob etwas gut für mich ist oder nicht. Mein Bauchgefühl hat mir gesagt, was richtig ist und mein Instinkt hat mich erfolgreich geführt. Das war toll!

Mit der Zeit hat sich das geändert, leider. Warum? Das habe ich mich sehr lange und sehr oft gefragt.
Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich vermutlich irgendwann aufgehört habe, das zu tun, was ich will und mehr das getan habe, was ich dachte, im Sinne der gesellschaftlichen Norm und dem gesellschaftlichen Kollektiv tun zu müssen. Ich habe mich von mir selbst entfernt und habe angefangen, in eine Richtung zu laufen, in die alle anderen gehen – das war aber offensichtlich keine besonders gute Richtung für mich. Plötzlich fing ich an, mir Sorgen zu machen, ging traurig und unglücklich durchs Leben. Ich erlebte Rückschläge und Misserfolge, mir wurde das Herz gebrochen und ich verlor den Halt im Leben und wusste nicht mehr, wie ich meinen Lebensunterhalt finanzieren sollte. Das löste neue Sorgen aus und insgesamt war ich unglücklicher als je zuvor. Ein Kreislauf.

Heute bin ich mit diesem Blog und meinen Aktivitäten mit Immobilien wieder auf dem Weg, das zu tun, was ich will. Ich will selbständig sein und gutes Geld verdienen, damit ich viel reisen und viele neue Dinge ausprobieren kann. Im Optimalfall – und das ist mein Ziel – habe ich genug passives Einkommen durch Immobilien, dass ich die schönsten Orte der Welt entdecke und mich nur noch an den PC setze und arbeite, weil ich es will und nicht, weil ich es muss.

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich immer dann eine fantastisch gute Zeit habe, glücklich und zufrieden bin, wenn ich wenig (!) nachdenke, viel riskiere und mutig sein und selbstbewusst durchs Leben gehe.

Alles andere macht mich offenbar unglücklich.
Das ausdrückliche Ziel ist nun, alles zu tun und passende Angebote wahrzunehmen, die mich auf diesem Weg unterstützen.
Du bist ein Teil dieser aufregenden Reise, weil Du meinen Blog liest.

Herzlich willkommen!

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